Buchvorstellungen I – Jeanloup Sieff & Jürgen Teller

März 25, 2018

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Neben Kameras hat man als Fotoverrückter natürlich noch eines: jede Menge Bücher über Fotografen :-). Und genau die möchte ich hier so nach und nach vorstellen. Zumindest die für mich wichtigsten.
Ich fange heute mal mit 2 Fotografen an, deren Einfluß sich aktuell (neben dem allgegenwärtigen Helmut Newton) mit am deutlichsten in vielen meiner aktuellen Bildern findet.
Jeanloup Sieff, geboren am 30. November 1933 in Paris, dort gestorben am 20. September 2000, war in erster Linie ein Modefotograf. Seine Laufbahn als Fotograf begann 1954. Kurzzeitig arbeitete er für Magnum, ansonsten vor allem für Magazine wie die Vogue, Harper’s Bazaar, Elle u.v.a.. Sehr typisch empfinde ich seinen Einsatz von eher weitwinkligeren Motiven und die Melancholie die in vielen seiner schwarzweißen Bildern steckt. Er schuf sehr viele bekannte Bilder, und seine Bilder finden sich in vielen Sammlungen und Museen wie z.B. dem Centre Pompidou und dem Musée de l’Art Moderne in Paris. Und das zu recht. Seine Bilder sind einfach zeitlos und emotional.
Ich habe mehrere Bücher von ihm, möchte aber das große Buch aus dem Taschen Verlag vorstellen. Es trägt den Titel „Jeanloup Sieff – 40 Jahre Fotografie“ und ist ein echter Brocken. Ich hatte das Glück, eine einwandfreie Ausgabe für 6,- € (!!!) bei Booklooker zu erstehen. Bei Taschen selbst ist es leider ausverkauft. Hier ein paar Ausschnitte aus dem Buch:

Kommen wir nun zu Jürgen Teller, einem aktuellen, zeitgenössischen und sehr gefragten Fotografen, der es als einer der wenigen geschafft hat, sowohl im Kunstbetrieb, als auch im Kommerz begehrt zu sein. Er fotografiert nach wie vor hauptsächlich analog mit mehreren Contax G2 Kameras. Richtig bekannt wurde er, als er 1991 mit der noch relativ unbekannten Band Nirvana auf Tour ging und diese dabei in legendären Bildern portraitierte. Er hat eine sehr eigene (amateurhafte) Bildsprache, die aber wohl durchdacht ist und einen direkt in seinen Bann zieht. Ob Fashion Fotos für Versace, Fotos von Berühmtheiten wie Kate Moss, Helena Bonham Carter und unzähligen anderen, oder Selbstportraits wie er nackt am Grabe seines Vaters steht. Man kann jetzt hier viel schreiben, und kann es dennoch nicht erklären. Ich mag seine Konzepte, seine künstlerischen Erzählungen und Freiheiten. Für mich ein großer Künstler, zu dem allerdings sicher nicht jeder einen Zugang findet. Hier Ausschnitte seines Buches „Jürgen Teller“ :-). Eine absolute Kaufempfehlung.

 

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